Kammern des Schreckens

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Freitag, 4. April 2014

Inwiefern Bohnen mein Gehirn infizierten

Ich hielt es nicht mehr aus. In meinem Kopf sah ich nur noch eines: Bohnen. Mit Gesichtern. Ich glaube nicht, dass einer von euch dieses Gefühl kennt, aber mich ließen Bohnen einfach nicht mehr los.

Das Ergebnis dieses gestörten, bekloppten, verdrängenswerten Zustandes sind ... Bohnen. 
Ich befinde mich in einem fragwürdigen psychischen Zustand und denke, dass ich mich mal behandeln lassen sollte. 


Ich muss zugeben, dass ich die Babybohne eigentlich richtig niedlich finde. Ich hoffe, sein vergammelter, zerquetschter Opa kümmert sich gut um den Fratz!
Er sieht schon gar nicht mehr wie eine Bohne aus, mehr wie eine verunglückte Kackwurst. Wusstet ihr, dass Nacktschnecken in Wirklichkeit Kackwürste sind, die gucken und Kriechen können? Es muss wohl unter den ganzen Hundehaufen im Park eine Genmutation stattgefunden haben, und die lebendigen Würste konnten vor ihren Gegnern abhauen.

Die Retrobohnen. Sehen aus wie Zäpfchen oder Pillen, haben aber nichts mit Apothekern zu tun. Die euphorische Bohne oben rechts ist nämlich Hockeyspieler. Der Hockeyschläger sieht nur völlig zufällig wie ein Nike-Zeichen aus. Und überhaupt, was ist schon Nike? Wenn es Bohnen gibt? Kein Hipster läuft mit Bohnen durch die Gegend. Noch nicht.
Die Retroböhnchen schauen nur so traurig drein, weil ich den britischen Einbürgerungstest nicht bestanden habe. :(



Kennt ihr eigentlich schon die Quean of England? Ha. Ha. Ich bin so wortgewandt.


Und die schlaue Bohne hasst all jene Wesen, die nicht die Bohne verstehen.

Die verrückte Bohne macht mir mehr Angst als die Menschenfresserbohne. Letztere jedoch stellt mich vor überwältigende Fragen.

Zyklopen haben ja bekanntlich nur ein Auge. Ich kenne jedenfalls keinen Zyklopen, der zwei oder drei Augen hat oder gar keins. Außer, man sticht ihm eines aus. Aber darum geht es ja gar nicht!
Was, wenn man nur ein Auge mitten auf der Stirn hat? Hat man dann auch nur eine Augenbraue? Und an welcher Seite sammeln sich diese widerlichen Schlafkörnchen?


Sicherlich nicht leicht im Leben hat man es als Bohne, wenn man aussieht, wie eine Erbse. Dann ist man nämlich rund und kann keine Freundsbohnen umarmen, sich nicht die Schuhe zubinden und man rollt immer weg. Ein Glück, dass man als Bohne gar keine Schuhe trägt.


Aber das mit dem Wegrollen ist ein echtes Problem! Man bräuchte diese Vorrichtung, die man beim Golfen in den Rasen steckt, auf welcher dann der Ball Stabilität findet. Wie fühlen sich eigentlich Erbsen?


Bei der Schweinsbohne muss sogar ich zugeben, dass das einfach nur unlogisch ist und sinnlos.

Zum Glück gibt es auch weniger sinnlose Bohnen. Also solche, von denen man pupsen muss. Und solche, die zaubern können.


Ich hatte so viel Schwachsinn in meinem Kopf, dass ich in meiner Freistunde eine Concept Map zu Bohnen anfertigen musste. Nur so lassen die Dinge einen los: Man muss sich mit ihnen beschäftigen, bis sie nur noch nerven.


Es war auf jeden Fall eine wertvolle Erkenntnis, dass Bibi Blocksberg sich auf Zwiebel Kotzzwerg reimt. Und ich verabscheue die Bohne, die zur anderen sagt: "Du interessierst mich nicht die Bohne!"
*  *  *
Ich habe keinen blassen Schimmer, ob mich Bohnen durch die bloße Beschäftigung, durch das Posten gar endlich loslassen werden. Das ist sicher der bescheuerteste Blogpost, den die Welt gesehen hat (und wenn nicht, tja, dann ist er einfach ein Nichts). Aber einen letzten Gruß habe ich noch für euch, die mir bestimmt auf der Stelle eine Zwangsjacke anlegen würden, wenn sie könnten (und ich nicht so wahnsinnig flink wäre):



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(Bildquelle Bonobokopf: Wikipedia)

Dienstag, 25. März 2014

[1] Ist das Kunst, oder kann das weg?

... Denselben Wortlaut findet man auf einem Sticker, der an dem Auto meines kauzigen (aber irgendwie auch genialen) Philo-Lehrers klebt.
Dieselbe Frage habe ich mir letztens gestellt, als ich einen Versuch unternahm, meine alten und neuen Schulsachen zu sortieren und Platz zu schaffen. Wer kennt das nicht? Man ist zwar motiviert, aber - nein. Man ist es nicht. Und worum geht es hier überhaupt? Egal. 

Und dann kritzelt man hier und da irgendeinen Müll aufs Arbeitsblatt. Also, im Unterricht. Nicht beim Aufräumen.


Früher (also ganz, ganz früher) wollte ich Astronautin werden, Archäologin (interessanterweise fing ich bei A an), Schriftstellerin, Forscherin - und Künstlerin. Ich werde davon wohl nichts werden. Oder vielleicht irgendwas, aber nicht Astronautin, weil ich schon im Kinderkarussell kotzen könnte. Fast ebenso unwahrscheinlich Künstlerin. Aber was sich so angesammelt hat in den Jahren, werde ich einfach posten. Mal sehen, wie viele Skizzen ich finde; mal sehen, wie viele Kritzeleien vom Unterricht ich finde. Aber auch Leinwandversuche, die sich aus Verzweiflung und fehlender Geduld heraus zu schlechtem Actionpainting entwickelt haben. Kultur ist ja nicht nur Literatur, sondern auch Kunst. Und ich mag Kunst. Also warum nicht mal von Büchern distanzieren und für ein wenig Abwechslung sorgen? :)


[1] Leinwandversuche (meist ausgeartet):








[2] Letzte Seite der Schulausgabe von Joseph Roths Hiob:






(Irgendwie versteht hier keiner dass es sich bei dem Vieh in der Mitte um einen Pfogel handelt. Über so viel Unwissen kann man nur den Kopf schütteln, wirklich.)

[3] Kritzeleien im Unterricht:


[4] Kunstunterricht (wo Kreativität zu Zwang wird und sich somit ins Nichts aufhebt):







[5] Übungen:











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Für den Anfang war es das. Aber ich habe ja gerade erst mit dem Räumen begonnen und werde sicher noch eine Menge Kram finden, der in die Rubrik Kunstfleck gehämmert wird. Ich würde jetzt nicht alles Kunst nennen, denn oft sind auch wirklich miese Übungen dabei. Vor allem, was Leinwände angeht, sollte ich wirklich noch ein wenig üben - oder es ganz sein lassen. Aber es macht so viel Spaß, den ganzen Boden zu verdrecken, sodass an mir und demselben mehr Farbe zu finden ist als auf der Leinwand. :)

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